Zitate Philosophie

Schöne und tiefgründige Aphorismen, kurze Zitate und Gedanken zum Thema Philosophie, Lehre der Weisheit.

Staunen

Staunen ist der erste Grund der Philosophie.

(Aristoteles 384-322 v.Chr., griechischer Philosoph)

Lehrsatz

Es gibt keinen Lehrsatz, auf den man sich ohne Schaden einigen könnte, als den, dass kein Lehrsatz über der weltanschaulichen Freiheit des Einzelnen steht. Jeder hat das Recht, die Welt aus der Perspektive seiner Individualität heraus zu deuten. Klug ist, wer weiss, dass es nur Deutungen sind.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Philosophieren heisst

Philosophieren heisst sterben lernen.

(Mechel de Montaigne, 1533-1592, französischer Philosoph; die Essays)

Was ist keine Philosophie?

Eine Philosophie in der man zwischen den Seiten nicht die Tränen, das Heulen und Zähneklappern und das furchtbare Getöse des gegenseitigen allgemeinen Mordens hört, ist keine Philosophie.

(Arthur Schopenhauer 1788-1860, deutscher Philosoph)

Das Subjekt ist

Das Subjekt ist eigenständige Wirklichkeit. Das Objekt hat verliehene Wirklichkeit. Verliehene Wirklichkeit ist eigenständiger nachgeordnet. Das Objekt wird sein Wirklichsein an das Subjekt zurückerstatten. Gibt es ausser dem Subjekt keine weiteren Aspekte der Wirklichkeit, ist es die vollständige Wirklichkeit selbst.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Oberflächiche Philosophie

Eine oberflächliche Philosophie führt von Gott ab, eine tiefere führt zu Gott zurück.

(Francis Bacon 1562-1626, englischer Philosoph)

Die wahre Philosophie

Die wahre Philosophie ist der freie Geist des Lebens, entbunden aller Systematik, allem Formalismus. Die Schulphilosophie dagegen ist Scheinphilosophie.

(Georg Anton Friedrich Ast 1778-1841, deutscher Philosoph; das Wesen der Philosophie)





Die wahre Medizin

Die wahre Medizin des Geistes ist die Philosophie.

(Cicero 106-43 v.Chr., römischer Philosoph, Schriftsteller)

Erkenntnis

Diskussionen zwischen Menschen, die nach Erkenntnis suchen und jenen, die an Lehrsätze glauben, sind unfruchtbar. Zum Wesen des programmatischen Glaubens an Lehrsätze gehört die Weigerung, Argumente gelten zu lassen, die seine Bilder infrage stellen. Dogmatischer Glaube ist blinder Geist. Sein Ziel ist nicht, im gemeinsamen Ringen um Wahrheit Wahrheit zu erkennen. Es ist sein Ziel, die eigene Blindheit weiterzuverbreiten.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Welche Philosophie

Was für eine Philosophie man wähle, hängt davon ab, was für ein Mensch man ist.

(Johann Gottlieb Fichte, 1762-1814, deutscher Philosoph)

Hilfe von Philosophie

Von dem Augenblick an, wo eine Religion bei der Philosophie Hilfe begehrt, ist ihr Untergang unabwendlich.

(Heinrich Heine 1797-1856, deutscher Dichter, Schriftsteller)





Philosophie ist

Philosophie ist ein liebevoller Umgang mit der Weisheit.

(Dante Alighieri, 1265-1321, italienischer Dichter)

Zwei Umgangsarten

Gärtnerei oder Landschaftspflege... Der Gärtner geht von seinen Bedürfnissen aus. Er beschneidet die Bäume im Garten so, dass der Ertrag, der ihm zufällt, wächst. Der Landschaftspfleger verschafft Bäumen den Platz, der ihrem Wesen entspricht. Der eine ist an sich selbst interessiert, der andere an dem, womit er umgeht.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Neuer Wert

Wenn man wie die Inder, als Ziel der ganzen intellektuellen Tätigkeit die Erkenntnis des menschlichen Elends aufstellt und durch viele Geschlechter des Geistes hindurch einem solchen entsetzlichen Vorsatze treu bleibt: so bekommt endlich, im Auge solcher Menschen des erblichen Pessimismus, das Mitleiden einen neuen Wert, als lebenerhaltende Macht, um das Dasein doch auszuhalten, ob es gleich wert erscheint, vor Ekel und Grausen weggeworfen zu werden. Mitleiden wird das Gegenmittel gegen den Selbstmord, als eine Empfindung, welche Lust enthält und Überlegenheit in kleinen Dosen zu kosten gibt - es ist verhältnismässig ein Glück. - Wer aber als Arzt in irgend einem Sinne der Menschheit dienen will, wird gegen jene Empfindung sehr vorsichtig werden müssen - sie lähmt in allen entscheidenden Augenblicken und unterbindet sein Wissen und seine hilfreiche feine Hand.

Wer einmal, versuchsweise, den Anlässen zum Mitleiden im praktischen Leben eine Zeitlang absichtich nachgeht und sich alles Elend, dessen er in seiner Umgebung habhaft werden kann, immer vor die Seele stellt, wird unvermeidlich krank und melancholisch.

(Friedrich Nietzsche 1844-1900, deutscher Philosoph)

Quelle: wie man wird, was man ist, Insel Verlag 1988



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