Lebensweisheiten Neujahr

Der Jahreswechsel ist eine besondere Zeit. Hier erhalten Sie weise Worte, kurze Zitate und Gedanken zum neuen Jahr, schöne Lebensweisheiten und Texte für Neujahrswünsche und Neujahrsgrüsse.

Glückliches neues Jahr - Happy New Year - Frohes neues Jahr 2019

DAS GROSSE

Die grosse Einheit verbindet alles. Die grosse Dunkelheit löst alles auf. Der grosse Blick durchdringt alles. Die grosse Gleichheit umfasst alles. Das grosse Gesetzt beherrscht alles. Das grosse Vertrauen besiegt alles. Das grosse Gleichgewicht stützt alles.

(Tschuang Tse, Schüler des Konfuzius)

DIE TAGE NEHMEN DEM LEBEN

Die Tage nehmen dem Leben etwas von dem, was es ist. Wir können jedoch dem Leben etwas geben, von dem, was wir sind.

(© Monika Minder)

DANKBARKEIT

Jede Dankbarkeit beinhaltet, das Gegebene wertschätzend, achtsam und respektvoll zu behandeln. Was bei der sozialen Gabe sinnvoll ist, gilt bei der existenziellen erst recht. Wer das, als was er sich selbst gegeben ist, dem unterstellt, was er aus sich machen könnte, hat die Gabe des Himmels ausgeschlagen.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Zitate hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Michael Depner

MENSCH SEIN

Man braucht kein Genie sein. Es reicht Mensch zu sein.

(© M.B. Hermann)

EIGENE ZIELE

Lasst euch von euren eigenen Zielen leiten: Ermöglicht eurem Nächsten das Leben, das ihr euch für euch selbst wünscht,, und erricht für ihn das, was ihr für euch selbst zu erreichen hofft.

(Konfuzius, 571-479 v.Chr., chinesischer Philosoph)

LOSLASSEN

Loslassen fordert Akzeptieren von Grenzenlosem.

(© Monika Minder)

ÄUSSERUNG

Je mehr Äusserung, desto stiller.
Je stiller, desto mehr Äusserung.

(Hölderlin, 1770-1843, deutscher Dichter)

SEHEN UND WACHSEN

Erinnern Sie sich wie sich dieses Leben aus der Kindheit heraus nach den "Grossen" gesehnt hat? Ich sehe, wie es sich jetzt von den Grossen fort nach den Grösseren sehnt. Darum hört es nicht auf, schwer zu sein, aber darum wird es auch nicht aufhören zu wachsen.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, deutsch-österreichischer Dichter)

LEBEN IST NICHT EINSAM

Leben ist nicht einsam, weil die Seele weiss, dass du der Gedanke von etwas ganz Grossem bist.

(© Monika Minder)




LICHTER GEBEN

Gott helfe weiter und gebe Lichter, dass wir uns nicht selbst so viel im Wege stehen. Lass uns von Morgen zum Abend das Gehörige tun und gebe uns klare Begriffe von den Folgen der Dinge. Dass man nicht sei wie Menschen, die den ganzen Tag über Kopfweh klagen und alle Abend zu viel Wein zu sich nehmen. Möge die Idee des Reinen, die sich bis auf den Bissen erstreckt, den ich in den Mund nehme, immer lichter in mir werden.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, deutscher Dichter)

TRÄUME NICHT VERSCHLAFEN

Du kannst Träume nicht leben, solange du schläfst.

(© Monika Minder)

ZEIT VERSTEHEN

Verstehen ist Ablösung aus dem Verstandenen. Wer Zeit versteht, steht über ihr.

(© Michael Depner, Wuppertal)

ZIEL UND HOFFEN

Ohne ein bestimmtes Ziel, ohne nach diesem Ziel ständig zu streben, lebt kein einziger lebendiger Mensch. Verliert der Mensch Ziel und Hoffnung, so verwandelt er sich nicht selten vor lauter Langeweile in ein Ungeheuer.

(Fjodor M. Dostojewski, 1821-1881, russischer Schriftsteller)

BEGEISTERUNG

Es geht nicht darum, Dinge zu tun, die wir noch nie getan haben, nur um etwas Neues zu erleben. Wichtiger ist es, Dinge zu tun, für die wir brennen. Begeisterung ist ein Lebenselixier.

(© Monika Minder)

ERFAHRUNGEN

Der Umgang mit Erfahrungen ist die zentrale Weichenstellung zwischen Glück und pathologischem Leid. Wer Erfahrungen annimmt, erwirbt einen Schatz. Wer sie verwirft, führt einen Kampf.

(© Michael Depner, Wuppertal)

ZEIT FÜR GLÜCK

Die Zeit für das Glück ist heute, nicht morgen.

(Jochen Klepper, 1903-1942, deutscher Schriftsteller)

GLÜCK IST ALLEIN DER INNERE FRIEDE

Du bist nicht auf der Welt, um glücklich zu werden.
Doch Glück ist allein der innere Friede -
Lerne ihn finden.
Du kannst es.
Überwinde dich selbst,
und du wirst die Welt überwinden.

(Gautama Buddha)

DASEIN IST GLÜCK

Dasein ist Glück, werden ist alles.

(© Monika Minder)

WIR BRAUCHEN NICHT SO FORT ZU LEBEN

Wir brauchen nicht so fort zu leben, wie wir gestern gelebt haben. Macht euch von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.

(Christian Morgenstern, 1871-1914, deutscher Schriftsteller)

GLÜCK FINDEN

Glück findet sich in den kleinen Dingen, die das Leben zu einer grossen Summe machen.

(© Monika Minder)



AN GOTT ZU GLAUBEN

Ich will aufhören, an Gott zu glauben, wenn ich sehe, dass ein Baum ein Gedicht macht und ein Hund eine Madonna malt; eher nicht.

(Friedrich Hebbel, 1813-1863, deutscher Dramatiker)

ALLES IST SCHWANKEND

Du bist weder deines Herzens noch deiner Meinungen sicher, und was dir heut ein Nichts bedeutet, kann dir morgen eine Welt bedeuten. Schwankend ist alles, und fest allein ist Gottes Gebot. Auch das unausgesprochene, das still und stumm in der Natur der Dinge liegt.

(Theodor Fontane, 1819-1898, deutscher Schriftsteller)

Weitere Zitate zum neuen Jahr:
Glück Lebensweisheiten
Lebensweisheiten Zeit
Lebensweisheiten Weihnachten

Mit Rilke ins neue Jahr

DU MUSST DAS LEBEN NICHT VERSTEHEN

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen
von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, österreichischer Erzähler und Lyriker)

S P R U C H - Z I T A T
Kunst ist Kindheit nämlich. Kunst heisst, nicht wissen, dass die Welt schon ist, und eine machen.
(Rilke)

GLAUBEN AN EIN LANGES JAHR

Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr, das uns
gegeben ist, neu, unberührt, voll nie gewesener Dinge, voll
nie getaner Arbeit, voll Aufgabe, Anspruch und Zumutung;
und wollen sehen, daß wirs nehmen lernen, ohne allzuviel
fallen zu lassen von dem, was es zu vergeben hat, an die,
die Notwendiges, Ernstes und Großes von ihm verlangen.
. . . Guten Neujahrsmorgen . . .

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, österreichischer Erzähler und Lyriker)




DER HEUTIGE MORGEN FING SO STRAHLEND AN

Der heutige Morgen fing so strahlend an, nun wird ein
grauer Tag daraus; aber zuerst war ein Glänzen wie von
einem ganz neuen, nie gebrauchten Jahr. Und die Nacht
war eine helle, ferne, die über viel mehr als nur über der Erde
zu ruhen schien; man fühlte, dass sie über Meeren lag und
weit drüber hinaus über dem Raum, über sich selbst, über
Sternen, die ihren Sternen entgegensahen aus unendlicher
Tiefe. Das alles war in ihr gespiegelt und von ihr über die
Erde gehalten und schon kaum mehr gehalten: denn es
war wie ein beständiges überfliessen von Himmeln ....
Ich war wieder zu meinem kleinen Hause zurückgegangen
und stand oben auf seinem Dach und wollte in dem allem
ein gutes Ende sehen und einen guten Anfang in mir finden.
Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr, das uns ge-
geben ist, neu, unberührt, voll nie gewesener Dinge, voll nie
getaner Arbeit, voll Aufgabe, Anspruch und Zumutung; und
wollen sehen, dass wirs nehmen lernen, ohne allzuviel fallen
zu lassen von dem, was es zu vergeben hat, an die, die Not-
wendiges, Ernstes und Grosses von ihm verlangen.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, österreichischer Erzähler und Lyriker)

aus einem Brief an Clara Rilke. Hier gefunden.

S P R U C H - Z I T A T
Dank ist vielmehr eine Verfassung denn eine Aussprache.
(Rilke)

ICH LIEBE

Nun mag die Welt in ihren Festen beben,
entfesselt wüten mag das Element; -
denn eine neue Ära tritt ins Leben,
die keinen Haß und keinen Streit mehr kennt!
Durch meine Seele ziehts mit Zauberweben
o! wie's im Herzen glückverheißend brennt!
Die Pulse fliegen mir, die Lippen beben,
ich fühls, das ist es, was sich >Liebe< nennt!
Und möge alles rings in nichts versinken,
ich lebe und der Liebe Sterne winken!

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, österreichischer Erzähler und Lyriker)

V O R S Ä T Z E
Aber es gibt nichts Leichtsinnigeres als Vorsätze, man erschöpft sich in sie, indem man sie fasst und wiederfasst es bleibt nichts für die Ausführung übrig.

(Rilke)

WER HÖRTE MICH AUS DER ENGEL ORDNUNGEN

WER, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel Ordnungen? und gesetzt selbst, es nähme einer mich plötzlich ans Herz: ich verginge von seinem stärkeren Dasein. Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören. Ein jeder Engel ist schrecklich. Und so verhalt ich mich denn und verschlucke den Lockruf dunkelen Schluchzens. Ach, wen vermögen wir denn zu brauchen? Engel nicht, Menschen nicht, und die findigen Tiere merken es schon, daß wir nicht sehr verläßlich zu Haus sind in der gedeuteten Welt. Es bleibt uns vielleicht irgendein Baum an dem Abhang, daß wir ihn täglich wiedersähen; es bleibt uns die Straße von gestern und das verzogene Treusein einer Gewohnheit, der es bei uns gefiel, und so blieb sie und ging nicht. O und die Nacht, die Nacht, wenn der Wind voller Weltraum uns am Angesicht zehrt –, wem bliebe sie nicht, die ersehnte, sanft enttäuschende, welche dem einzelnen Herzen mühsam bevorsteht. Ist sie den Liebenden leichter? Ach, sie verdecken sich nur miteinander ihr Los. Weißt du's noch nicht? Wirf aus den Armen die Leere zu den Räumen hinzu, die wir atmen; vielleicht daß die Vögel die erweiterte Luft fühlen mit innigerm Flug.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, österreichischer Erzähler und Lyriker)

Aus: Duineser Elegien, Erste Elegie, S. 7-10, 1912-1922.

DIE JAHRE GEHN

Die Jahre gehn... Und doch ist's wie im Zug:
Wir gehen vor allem und die Jahre bleiben
wie Landschaften hinter dieser Reise Scheiben,
die Sonne klärte oder Frost beschlug.

(Rilke)

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Links - Gedanken Texte Predigten

Eine neue Zeit beginnt
Gedanken, Andacht zum Jahreswechsel, Predigt zum Jahresbeginn auf www.der-evangelische-gottesdienst.de

Predigt zu Neujahr - Predigten im Jahreskreis
Pfarrer Dr. Johannes Holdt, Schömberg auf www.catholic-church.org

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