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Lebensweisheiten Demut

Schöne und nachdenkliche Weisheiten über die Demut sowie Lebensweisheiten über viele andere Themen.

DEMUT LERNEN

Wir haben in uns ein Urbild alles Schönen, dem kein einzelner gleicht. Vor diesem wird der echt vortreffliche Mensch sich beugen und die Demut lernen, die er in der Welt verlernt.

(Friedrich Hölderlin 1770-1843, deutscher Lyriker)

Richtung annehmen

Die Richtung annehmen, in die mich die Depression oder Krankheit zwingt, ist die beste Medizin.

(© Monika Minder)

DEMUT ist...

DEMUT IST UNVERWUNDBARKEIT.

(Marie von Ebner-Eschenbach, 1830-1916, österr. Erzählerin)

DEMUT ist Wärme

Demut ist Wärme. Alle Dinge »reden« und erschliessen sich gleich ganz anders, wo ihr milder Himmel aufglänzt. Vor dem Demütigen wird die Welt sicher und vertrauend, den Demütigen empfangen, lieben und beschenken alle Dinge.

(Christian Morgenstern, 1871-1914, deutscher Schriftsteller)

DEMUT HEISST, DEN PLATZ EINZUNEHMEN

Demut heisst, den Platz einzunehmen, der dem Wesen aus seinem So-sein heraus zukommt. Der Stein liegt, wo er liegt. Der Baum wächst, wo er wächst. Der Mensch
geht, wo er geht. Wenn er geht, wo er geht, kann er heute dort sein, wo der Stein liegt, morgen da, wo der Baum wächst und übermorgen hier und jetzt. Wenn er sich im Gehen nicht in Gedanken verliert, ist im Wachsein alles gegenwärtig.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Zitat hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Dr. Michael Depner.

ACHTSAM

In der Demut werden wir achtsamer auf das,
was uns im Leben zufällt.

(© Monika Minder)

DEMUT FÜLLE DEINE SEELE

Such nicht immer was dir fehle,
Demut fülle deine Seele,
Dank erfülle dein Gemüt.
Alle Blumen, alle Blümchen,
und darunter selbst ein Rühmchen,
haben auch für dich geblüht.

(Theodor Fontane 1819-1898, deutscher Schriftsteller)

aus: Gedichte, Zuspruch)







DULDSAM

Wer demütig ist, der ist duldsam, weil er weiss, wie sehr er selbst der Duldsamkeit bedarf; wer demütig ist, der sieht die Scheidewände fallen und erblickt den Menschen im Menschen.

(Theodor Fontane 1819-1898, deutscher Schriftsteller)

WERT DER DEMUT

Was halb ist, wird voll werden.
Was krumm ist, wird gerade werden.
Was leer ist, wird gefüllt werden.
Was alt ist, wird neu werden.
Wer wenig hat, wird bekommen.
Wer viel hat, wird umnebelt werden.

Also auch der Berufene:
Er umfasst das Eine und ist der Welt Vorbild.
Er will nicht selber scheinen, darum wird er erleuchtet.
Er will nichts selber sein, darum wird er herrlich.
Er rühmt sich selber nicht, darum vollbringt er Werke.
Er tut sich nicht selber hervor, darum wird er erhoben.
Denn wer nicht streitet, mit dem kann niemand auf
der Welt streiten.
Was die Alten gesagt: "Was halb ist, soll voll werden".
ist fürwahr kein leeres Wort.
Alle wahre Vollkommenheit ist darunter befasst.

(Laotse 6Jh.v.Chr., Wert der Demut; Quelle: zeno.org)

KAMPF ZWISCHEN VERSTAND UND GEMÜT

Die ganze Sache ist der jetzt - wie niemals früher - heftig entbrannte Kampf zwischen Verstand und Gemüt, deren Versöhnung die Demut ist. Der Verstand soll nur recht redlich und treu fortarbeiten! Denn je schärfer er denkt, je sicherer wird er erkennen, dass ihm ein Geheimnis, ein ewiges Rätsel übrig bleibt, das er nimmer zu lösen
vermag, und dass der Mensch mithin noch nicht auf der höchsten Staffel der Himmelsleiter steht, sondern noch höhere Geister über ihm stehen müssen etc. -
Man sieht dies z.B. an unserer jetzigen Naturwissenschaft. Je kühner sie forscht und kombiniert, je näher rückt sie der Evidenz, dass der eigentliche Urgrund ausserhalb der menschlichen Forschung liegt. -

(Joseph von Eichendorff 1788-1857, deutscher Schriftsteller)

GEDANKEN zum Thema DEMUT

Demut, was ist das eigentlich?

Der Demütige erkennt und akzeptiert - aus freien Stücken -, dass es etwas für ihn Unerreichbares, Höheres gibt... ,

Der Begriff Demut (von althochdeutsch diomuoti "dienstwillig", also eigentlich "Gesinnung eines Dienenden"), beschreibt Ergebenheit, die in der Einsicht in die Notwendigkeit und im Willen zum Hinnehmen der Gegebenheiten begründet ist.

In der christilichen Religion bedeutet Demut das Anerkennen der Allmacht Gottes.

In der Psychologie (nach Erich Fromm), ist Demut die der Vernunft und Objektivität entsprechende emotionale Haltung als Voraussetzung der Überwindung des eigenen Narzissmus.

Zitiert aus Wikipedia Demut.







DEMUT IST KEINE TUGEND

Demut ist keine Tugend, d.h. sie entspringt nicht der Vernunft.

(Baruch de Spinoza 1632-1677, niederländischer Philosoph)

IST DEMUT WERTFREIE LIEBE?

Ist Demut diese wertfreie Liebe im Wissen um die kosmische Ordnung, im Anerkennen und Akzeptieren gegenüber dem was ist, so wie es ist und so, wie es werden muss?

(Theodor Fontane 1819-1898, deutscher Schriftsteller)

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Gedicht über die Demut
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Demut
Begriffserklärung bei Wikipedia.

Demut als Grundlage der Tugend
Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.

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