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Lebensweisheiten das Böse

Schöne Weisheiten und tiefe Gedanken über Gut und Böse. Kurze Zitate und Aphorismen, Texte über das Leben und den Menschen.

GUT UND BÖSE

Alles Böse ist nur das Phänomen der Hemmung des Triebs zum Guten, der Verzehrung des Guten.

(Johann Wilhelm Ritter 1776-1810, deutscher Philosoph)

STRAFE

Strafe sollte nicht nur zur Besserung dienen, sondern vor allem zu Einsicht. Was leider oft nicht der Fall ist. Gerade bei Mobbern nicht.

(© M.B. Hermann)

FEHLER HABEN

Das schlimmste ist nicht, Fehler zu haben; nicht einmal sie nicht bekämpfen, ist schlimm. Schlimm ist, sie zu verstecken.

(Bert Brecht, 1898-1956, deutscher Dramatiker, Lyriker)

AUS GEWOHNHEIT

Aus Gewohnheiten und Trägheiten kann "Böses" entstehen.

(© Monika Minder)

WENN BOSHEIT UNBEMERKT BLEIBT

Man bringt Boshafte um eine Freude, wenn man ihre Bosheit nicht bemerkt.

(Lebensweisheit)

DAS VORKOMMEN DES GUTEN

Nicht das Böse, sondern das Vorkommen des Guten ist das, was zu erklären ist.

(Imre Kertész 1929, jüdisch-ungarischer Schriftsteller)

GIER

Gier ist der Anfang des Bösen.
Sie macht nie satt.

(© M.B. Hermann)

DER ERFOLG

Der Erfolg des Bösen lockt noch mehr Böses an.

(Phaedrus, um 20/15-50/60 v.Chr., römischer Fabeldichter)




AUF DEM WEG

Lange wärt die Nacht dem Wachen,
lang der Weg dem Wandermüden.
Lange wandert durch die Welten,
wem Erkenntnis nicht beschieden.

Triffst du auf dem Weg nicht gleiche
oder bessere Genossen,
geh allein! Es nutzt sich niemand,
der sich Toren angeschlossen.

(Gautama Buddha 563-483 v.Chr., Begründer des Buddhismus)

EIN VERGIFTETES GEMÜT

Ein vergiftetes Gemüt saugt Gift aus den süssesten Blumen.

(Jeremias Gotthelf 1797-1854, schweizer Schriftsteller, Pfarrer)

DER FLUCH DER BÖSEN TAT

Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie forzeugend immer Böses muss gebären.

(Friedrich Schiller 1759-1805, deutscher Dichter, Schriftsteller)

WER NICHTS BÖSES TUT

Wer nichts Böses tut, hat damit noch nichts Gutes getan.

(Karl Heinrich Waggerl 1897-1973, österreichischer Schrifsteller)

DAS DENKEN MACHT ES DAZU

An sich ist nichts gut oder böse; das Denken macht es erst dazu.

(William Shakespeare 1564-1616, englischer Lyriker)

NICHTS BÖSES GESCHIEHT

Nichts Böses geschieht, wofür die Menschen nicht einen Vorwand haben.

(Menander 341-291 v.Chr., griechischer Komödiendichter)

GEDANKEN über das ANFANGEN

BEGINN VON ALLEM

Das Böse ist in der Philosophie das, was ethisch falsch ist, was abzulehnen und schlecht ist. So lesen wir in Wikipedia.

Was ist jedoch richtig oder falsch? Was gut, was böse?

Wir sind uns sicher alle einig, dass Gewalt gegen Mensch, Tier und die Natur nichts Gutes sein kann.

Auf den ersten Blick kennt jeder das "Böse" und hat jeder mehr oder weniger Bekanntschaft gemacht mit Schmerzen, Leid, Verletzungen an Körper und Seele. Dieses Böse ist uns wenig lieb. Es ist nah, näher als wenn über Klimaprobleme oder andere Katastrophen berichtet wird.

Wir mögen es nicht, möchten es sofort weg haben und deshalb sind wir auch wahre Meister geworden im Verdrängen.

Die Schulmedizin trägt hier ihren Teil dazu bei. Sie fragt nicht, wie ein Symptom entstanden ist und was es uns sagen will.

Wüssten wir es, müssten wir vielleicht über unser Leben nachdenken und etwas ändern. Das ist unbequemer als eine Pille schlucken.

Krankheit als Symbol: Ein Handbuch der Psychosomatik.
Symptome, Be-Deutung, Einlösung.

DAS GUTE BRAUCHT DAS BÖSE

Philosophie, die Kunst des zweiten Blicks, entlarvt jedoch die Täuschungen des ersten Blicks und eröffnet eine neue Perspektive. Odo Marquard nennt sie "Bonum durch Malum". Das Gute braucht das Böse, um gut sein zu können (zitiert aus dem Blauen Reiter, Artikel von Eckhard Nordhofen).

BRAUCHEN WIR DAS "BÖSE", UM INS GLEICHGEWICHT ZU KOMMEN?

Würden wir das Böse im Ansatz erkennen (z.B. einen Konflikt), könnten wir Schlimmeres vermeiden?

Wieviel Böses wird durch eigene Unzufriedenheiten verteilt? Wieviel Unzufriedenheit entsteht durch das Nichterfüllen der ureigensten Bedürfnisse, der Angst vor dem Leben?

Kämen wir durch das Erfüllen unserer ureigensten Bedürfnissen mit der Moral, dem Gewissen in Konflikt? Zum Beispiel, wenn wir jemanden lieben, der verheiratet ist.

Kann auch "Übermoral" zum Bösen führen?

Lehnen wir das "Böse" in uns ab, weil wir es (uns) nicht zu wagen leben?

Hat das Böse etwas mit unserer Individualität zu tun, mit der Gesellschaft, der Erziehung ..., die uns einpflanzen, was gut, was schlecht, schlimm oder nicht normal ist und welche Normen es zu leben gilt?

Emil Gött meinte:

Wo die Nächstenliebe nur darin besteht, nichts Böses zu tun, ist sie von der Faulheit kaum zu unterscheiden.

(Emil Gött 1864-1908, deutscher Schriftsteller; im Selbstgespräch)




DAS BÖSE IST

Das Böse ist das Fehlen des Guten.

(Leo Tolstoi 1828-1910, russischer Schriftsteller)

VERRICHTEN UND SCHLICHTEN

Böses lässt sich leicht verrichten, aber nicht leicht wieder schlichten.

(Altes Sprichwort)

DER SCHNEEBALL

Der Schneeball und das böse Wort, sie wachsen, wie sie rollen, fort. Eine Hand voll wirf zum Tor hinaus, ein Berg wird's vor des Nachbarn Haus.

(Wilhelm Müller 1794-1827, deutscher Dichter)

FEHLER

Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

(Konfuzius 551-479 v.Chr., chinesischer Philosoph)

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Immanuel Kant bei Wikipedia.

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Textlog von Rudolf Eisler.



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