Etwas zu wissen ist nicht so viel wert, wie etwas zu lieben. Etwas zu lieben ist nicht so viel wert, wie seine grösste Freude daran zu haben.

(Konfuzius)

Lebensweisheiten

Sprüche Zitate Weisheiten Sprichwörter Maxime

Kluge Gedanken aus aller Welt. Schöne Aphorismen, niveauvolle Sprüche und weise Zitate aus verschiedenen Kulturen und Epochen. Tiefgründige Lebensweisheiten vieler Denker sowie kurze Sprichwörter und Maxime.

Vorsätze

Wo wir uns wieder in den Vorsätzen erschöpfen, weil wir nur immer wieder welche fassen und vor lauter Vorsätze fassen, keine Zeit mehr fürs Leben haben, da sind wir doch ziemlich arm dran.

(© M.B. Hermann)



Christbaumkugel rotweiss getupft

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Bild-Text

Wo unser Herz die Stille kennt,
kann es zur Wahrheit finden.

(© Monika Minder)

Alle Dinge unter dem Himmel

Die Natur Buddhas umfasst Existenz und Nicht-Existenz. Das erscheint widersprüchlich, doch gibt es zwischen diesen beiden Aspekten keinerlei Dualität.

(Meister Keizan Jökin, 1264-1325, japanischer Zen-Buddhist)

Zeit des Überflusses

Zeit des Überflusses und doch so einsam der Mensch. Wo wir doch, wie die fallenden Blätter, Wohltäter sein könnten.

(© Beat Jan)

Freiheit haben

Freiheit haben, ist nur das, was wir notwendig gebrauchen, um das sein zu können, was wir eigentlich sein sollten; und zu haben, was wir eigentlich haben sollten... An diese Betrachtung schliesst sich gleich die über den Grund aller Lüge an. Der erste Mangel an Freiheit besteht darin, dass wir nicht sagen dürfen, was wir wünschen, und was uns fehlt.

(Rahel Varnhagen von Ense, 1771-1833, deutsche Schriftstellerin)

Ohne Ziel

Für einmal ohne Ziel sein dürfen, den Himmel spüren in uns und über uns, staunend, in der Kraft der Liebe aufgehend, weil Leben gerade jetzt unsere Gefühle braucht.

(© Monika Minder)

Hoffnung als edelste Empfindung

Mir kommt vor, das sei die edelste von unsern Empfindungen, die Hoffnung, auch dann zu bleiben, wenn das Schicksal uns zur allgemeinen Nonexistenz zurückgeführt zu haben scheint.

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, deutscher Naturforscher, Dichter)

Schriften zur Literatur. Zum Shakespeare Tag.



roblaue Lichtpunkte

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Es gilt noch viel zu überwinden. Die Trägheit und die Sprachlosigkeit.

(© Monika Minder)

Für und Wider

Die Fähigkeit, den Unterschied zwischen dem Für und dem Wider zu vergessen, entspricht der vollkommenen Anpassung des menschlichen Geistes. Wer keine innere Veränderung durchmacht und sich von der äusseren Welt nicht lenken lässt, sich also immer und in jedem Fall anpasst, besitzt eine Anpassungsfähigkeit, die sich selbst vergisst.

(Tschuang Tse, ca. 365-290 v.Chr., chinesischer Philosoph)

Finden

Jedes Fragen ist ein Finden eines anderen zum Ich.

(© Monika Minder)

Ausdruck

Lies aus der Gegenwart das Sein ab, zu dem du wirst. Gib ihm Ausdruck.

(Antoine de Saint-Exupéry, 1900-1944, französischer Schriftsteller)

Vielzahl von Existenzen

Obgleich sie nicht dieselben sind, sind sie nicht unterschiedlich. Obgleich sie nicht unterschiedlich sind, sind sie nicht identisch. Obgleich sie nicht identisch sind, sind sie nicht mannigfaltig. Deshalb gibt es im Leben eine Vielzahl von Existenzen; in ihnen gibt sich die dynamische Ganzheit zu erkennen.

(Meister Dogen, 1200-1253, Lehrer des japanischen Zen-Buddhismus)

Hoffnung

Hoffnung ist eine ewige Kerze.

(© Monika Minder)

> mehr Lebensweisheiten Weihnachten

Ich, wieder ich

Ich, wieder ich, immer ich! Dieser Gedanke ist nichts anderes als die tiefste Wurzel unseres Elends.

(Meister Shosan, 1579-1655, Buddhistischer Mönch)

Die Geduld

Universitäten haben mir ja bis jetzt jedesmal so wenig gegeben; in meinem Gefühl ist so viel Abwehr gegen ihre Art. Aber es liegt auch an meiner Ungeschicklichkeit, die nie und nirgends zu nehmen versteht, daran, dass ich die Geistesgegenwart nicht habe, zu erkennen, was ich brauche, und freilich ich hatte auch eines noch nicht, das Wichtigste: die Geduld.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, deutsch-österr. Dichter, Schriftsteller)

Aus: Briefe, an Lou Andreas-Salomé, 13. Mai 1904.

Gelassenheit

In der ungekünstelten Gelassenheit finden wir neue Werte.

(© M.B. Hermann)

Sich der Welt bemächtigen

Wer sich der Welt bemächtigen will, um sich ihrer zu bedinene, geht der Niederlage entgegen. Die Welt ist ein heiliges Gefäss, das man nicht an sich reissen, dessen man sich nicht bedienen kann. Wer es benutzt, zerstört es. Wer es in seinen Besitzt bringt, verliert es.

(Laotse, ca. 6 Jh. v.Chr., chinesischer Philosoph)


Grünverlauf mit Spruch

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Was wachsen will, braucht Zeit. Wann begreifen wir das endlich.

(© Monika Minder)

Das Selbst

Da das Selbst des Einzelnen mit dem Selbst eines jeden Anderen zusammenfällt, bedeutet Wertschätzung seiner selbst immer auch Wertschätzung des Anderen. Der Andere wird als ebenbürtig anerkannt.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Zitat hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Michael Depner.

Der perfekte Mensch

Der perfekte Mensch ist ohne Ich, der inspirierte Mensch ist ohne Werk, der weise Mensch hinterlässt keinen Namen.

(Tschuang Tse, ca. 365-290 v.Chr., chinesischer Philosoph)

Einfache Schritte

Weise Leute sagen, man solle mit einem einfachen Schritt beginnen, wenn man hoch steigen wolle. Sich zum Tal der Welt machen. Auch den Ruhm kennenlernen und die Ungnade, um wieder zur Einfachheit zurückzukehren. Wie schön. Es kommt mir vor wie die Natur, die aus der Stille wächst und im Frühling zu einer immensen Üppigkeit gelangt, um dann im Herbst wieder, mit Erinnerungen voll, ins Einfache heimzukehren. Nur, dass die Natur wohl diesen Zyklus um einiges ernster nimmt als wir.

(© Monika Minder)

Fortschritte

Die Technologie macht grosse Fortschritte. Und du?

(Aus Griechenland)

Müssig sein

Ich habe mich sooft gefragt, ob nicht gerade die Tage, da wir gezwungen sind, müssig zu sein, diejenigen sind, die wir in tiefster Tätigkeit verbringen? Ob nicht unser Handeln selbst, wenn es später kommt, nur der letzte Nachklang einer grossen Bewegung ist, die in untätigen Tägen in uns geschieht?
Jedenfalls ist es sehr wichtig, mit Vertrauen müssig zu sein, mit Hingabe, womöglich mit Freude. Die Tage, da auch unsere Hände sich nicht rühren, sind so ungewöhnlich still, dass es kaum möglich ist, sie zu erleben, ohne vieles zu hören...

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, deutsch-österr. Dichter, Schriftsteller)

Aus: Briefe, an Tora Holmström, 24. Aug. 1904.


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Wo wir achtsam leben, leben wir liebend, leben wir.

(© Monika Minder)

Alleine gehen

… und ist der Schüler nicht wenigstens die Hälfte seines Weges alleine gegangen, so hat er nichts gelernt.

(Sokrates, 469-399 v.Chr., griechischer Philosoph)

Herbstgedanke

Jetzt, wo wir wieder wie die ersten Blätter von den Bäumen in eine andere Jahreszeit gleiten, der Tag später erwacht und das Licht knapp wird, sind Worte wichtig. Wie zärtliche Punkte hängen leuchtende Blätter in den Zweigen und erfreuen uns mit ihrer Farbe. Wie nehmen wir diesen Wechsel wahr? Sehen wir die Veränderung noch? Riechen wir das Obst? Sind wir traurig, dass der Sommer vorbei ist, oder freuen wir uns auf die neue Jahreszeit, auf das neue Lebensjahr? Wir wissen nicht, was kommt, aber mit viel Zuversicht dürfen wir uns auf das Neue einlassen und uns freuen. Im Wissen, es wird bunt. Der ewige Wechsel der Natur zeigt uns wie leben und sterben geht, und dass da immer etwas ist, das es zu bestaunen gibt. Auf dass wir das Staunen nie verlernen.

(© Monika Minder)

Wer schreiben will

Wer für alle Zeiten schreiben will, sei kurz, bündig, auf das Wesentliche beschränkt: er sei, bis zur Kargheit, bei jeder Phrase und jedem Wort bedacht, ob es nicht auch zu entbehren sei; wie, wer den Koffer zur weiten Reise packt, bei jeder Kleinigkeit, die er hineinlegt, überlegt, ob er nicht auch sie weglassen könne. Das hat Jeder, der für alle Zeiten schrieb, gefühlt und getan.

(Arthur Schopenhauer, 1788-1860, deutscher Philosoph)

Sein und Werden

Das Leben erscheint aber in zwiefacher Gestalt, als Sein und als Werden, und die Kunst löst ihre Aufgabe am vollkommensten, wenn sie sich zwischen beiden gemessen in der Schwebe erhält.

(Friedrich Hebbel, 1813-1863, deutscher Dramatiker)

Angeln

Zahlreich sind die Weisen und Heiligen, die seit fernster Vergangenheit am Wasser wohnen. Von denen, die am Wasser wohnen, angeln manche Fische, andere angeln Menschen, und wieder andere angeln nach dem Tao, dem Weg des Lebens. Von alters her besteht darin die Art und Weise, am Wasser zu leben. Ferner gibt es jene, die nach dem Ich angeln, jene, die nach der Sünde angeln, jene, die sich von der Sünde angeln lassen, und auch jene, die sich vom Tao angeln lassen.

(Meister Dogen, 1200-1253, Lehrer des japanischen Zen-Buddhismus)

Die Kraft beginnt zu wachsen

Die Kraft beginnt zu wachsen, wo wir das Ego lassen und im Hier und Jetzt dem eigenen Gesetzt verpflichtet leben.

(© Monika Minder)

Unerfüllte Wünsche

Unerfüllte Wünsche sind Ansporn, Leben erfüllt zu gestalten.

(© Monika Minder)

Erziehen

Vielleicht kann der Künstler sich aus allen Völkern sein Volk bilden, kann es sich erziehen... . Aber ich will es nicht. Ich werde es nie wollen. Ich will nicht erziehen. Ich will nicht den Erfolg, keinen Erfolg auf keiner Seite. Ich will einfach: Schönheit...

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, deutscher Lyriker)

Aus: Die Letzten, im Gespräch, der Liebende, 1902

Die innewohnende Wahrheit

Alle Abkapselung ist Finsternis, alle Verschlossenheit Blindheit. Der Mensch muss lernen, seine wahre Natur sich entfalten zu lassen: In ihm ist ein Licht, das nur darauf wartet, zu leuchten.

(Tschuang Tse, ca. 365-290 v.Chr., chinesischer Philosoph)

Die Liebe

Was verändert sich niemals, wenn alles sich verändert? Es ist die Liebe. Und nur sie ist die Liebe, sie, die niemals etwas anderes wird; sie, die alles hingibt und aus diesem Grund nichts zu fordern hat; sie, die nichts fordert und deshalb nichts zu verlieren hat; sie, die segnet und segnet, wenn ihr geflucht wird; sie, die ihren Nächsten liebt aber deren Feind auch ihr Nächster ist; sie, die die Rache dem Herrn überlässt, weil sie sich vertröstet, dass er noch barmherziger ist.

(Sören Kierkegaard, 1813-1855, dänischer Philosoph)

Aus: Religiöse Reden, ins Deutsche übertragen von Theodor Haecker. Verlag von Hermann A. Wiechmann, München 1922.

Wirklich lieben

Nur in der Gegenwart, im Hier und Heute können wir wirklich lieben.

(Buddha, Siddhartha Gautama, 563-483 v.Chr.)

Als Frau

In Wahrheit habe ich als Frau kein Land. Als Frau will ich kein Land haben. Als Frau ist mein Land die ganze Welt.

in fact, as a woman, I have no country. As a woman I want no country. As a woman my country is the whole world.

(Virginia Woolf, 1882-1941, britische Schriftstellerin; Quelle Wikiquote)

Freude haben

Etwas zu wissen ist nicht so viel wert, wie etwas zu lieben. Etwas zu lieben ist nicht so viel wert, wie seine grösste Freude daran zu haben.

(Konfuzius, vermutlich 551-479 v.Chr., chinesischer Philosoph)

Glück machen

Ich habe nachgeforscht, ob es kein Mittel gäbe, ohne jedes Verdienst sein Glück zu machen, und ich habe keines gefunden.

(Luc de Vauvenargues, 1715-1747, französischer Philosoph)

Im Keim vorhanden

Bevor es zu einr greifbaren Realität wird, ist jedes Phänomen im Keim vorhanden. Der Weise geht mit Keimen sehr sorgfältig um.

(Han Fei Zi, ca. 280-233 v. Chr., chinesischer Philosoph)

Glücklich oder unglücklich

Eine der besten Methoden, unglücklich zu werden, ist der Glaube, dass man mehr braucht, als man hat.

(© Michael Depner, Wuppertal)

Es braucht nicht viel

Es braucht nicht viel, manchmal ist es ein Traum, eine Begegnung, ein Stichwort... und schon sehen wir die Dinge anders, oder sehen sie überhaupt. All die grossen und kleinen Dinge, an denen wir bisher achtlos vorbei gegangen sind. So wird es immer anders, das Leben. So bekommt es immer wieder eine Schönheit. Schon nur das Rauschen in den Bäumen oder die Wolken am Himmel, der Vogel, der zwitschert... . Es braucht nicht viel.

(© Monika Minder)

Anpassen

Sich den Dingen anpassen, indem man zwischen ihnen Harmonie schafft, das ist die Tugend; sich mit den Dingen abfinden, indem man sich mit ihnen vereint - das ist das Tao.

(Tschuang Tse, ca. 365-290 v.Chr., chinesischer Philosoph)

Erinnerung

Wie das Heut ein Morgen hat, wirbeln die Blätter der Erinnerungen.

(© Jo M. Wysser)

Freundschaft

Achtung, Liebe, Vertrauen, Grundzüge im Dasein der Freundschaft; Treue, Weisheit und Mut und Geduld und Liebe – sind Freundschaft!

(Johann Kaspar Lavater, 1741-1801, Schweizer evangelischer Theologe, Religionsphilosoph und Schriftsteller)

Menschlichkeit

Das Wesen der Menschlichkeit entfaltet sich nur in der Ruhe. Ohne sie verliert die Liebe alle Kraft ihrer Wahrheit und ihres Segens.

(Johann Heinrich Pestalozzi, 1746-1827, Schweizer Pädagoge und Sozialreformer)

Warum dann kämpfen

Im Ehrenkodex der Samurai findet sich folgende Weisheit: "Ist dein Gegner besser als du, warum dann kämpfen? Ist er nicht so gut wie du, warum dann kämpfen? Ist er ebenbürtig, wird er verstehen, was du verstehst, und es wird keinen Kampf geben."

(Lebensweisheit aus Japan)

Reichtum

Genügsamkeit ist natürlicher Reichtum,
Luxus künstliche Armut.

(Sokrates, 469-399 v.Chr., griechischer Philosoph)

Fürsorge

Durch die staatlichen Verbote zu morden, zu rauben, zu betrügen und deren anthropomorphe Sanktion wird das Glück der Menschen nur ungenügend verbürgt. Ihr Glücksbedürfniss fordert bessere Fürsorge.

(Paul Rée, 1849-1901, deutscher Mediziner und Schriftsteller)

Die Geduld

Universitäten haben mir ja bis jetzt jedesmal so wenig gegeben; in meinem Gefühl ist so viel Abwehr gegen ihre Art. Aber es liegt auch an meiner Ungeschicklichkeit, die nie und nirgends zu nehmen versteht, daran, dass ich die Geistesgegenwart nicht habe, zu erkennen, was ich brauche, und freilich ich hatte auch eines noch nicht, das Wichtigste: die Geduld.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926, deutsch-österr. Dichter, Schriftsteller)

Aus: Briefe, an Lou Andreas-Salomé, 13. Mai 1904.

Weise Lebensführung

Weise Lebensführung gelingt keinem Menschen durch Zufall. Man muss, solange man lebt, lernen, wie man leben soll.

(Seneca ca. 1 - 65 n.Chr., römischer Philosoph)

Leben in der Liebe

Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnis des fremden Wollens ist die Grundmaxime des freien Menschen.

(Rudolf Steiner 1861-1925, öster. Philosoph, Pädagoge)

Wenn der Himmel...

Wenn der Himmel einen Menschen erschaffen hat, muss es auch eine Aufgabe für ihn geben.

(Chinesisches Sprichwort)

Zu grelles Licht

Zu grelles Licht gefährdet das Sehen. Übermässiger Lärm betäubt das Gehör. Zu starkes Gewürz verdirbt den Geschmack. Übergrosse Erregung stumpft das Gefühl.

(Laotse, 6. Jh. v.Chr., chinesischer Philosoph)

Aufmerkasam anhören

Nichts beleidigt mehr als Verachtung; und es ist immer eine Art derselben, wenn wir das, was andre der Mühe wert geachtet haben, uns vorzutragen, nicht eines aufmerksamen Anhörens wert halten.

(Christian Garve, 1742-1798, deutscher Philosoph)

Das Leben ist kurz

Das Leben ist kurz, aber man hat immer Zeit für Höflichkeit.

(Ralph Waldo Emerson 1803-1882, US-amerikanischer Philosoph)

Leben heisst

Leben heisst, es mit etwas zu tun haben - mit der Welt und mit sich.

(José Ortega y Gasset 1883-1955, spanischer Philosoph, Soziologe)

Der Weise

Der Weise scheint in seinem Handeln langsam und ist doch schnell, er scheint zögernd und ist doch geschwind; weil er auf die rechte Zeit wartet.

(Lü Bü We, ca. 300-245 v.Chr., chinesischer Philosoph, Politiker)

Gedanken - Lebensweisheiten

Worin besteht das glückliche Leben?

Zuerst haben wir zu untersuchen, worin das glückliche Leben besteht und wie man dazu gelangt, ob alle die Menschen, denen man die Bezeichnung "glücklich" zuerkennt, dies von Natur werden, so wie man gross oder klein ist oder in der Farbe sich unterscheidet, oder durch Studium, so dass es also eine Art Wissenschaft vom Glück geben würde, oder durch Übung... oder ob man auf keinem dieser Wege dazu gelagnt, sondern für das Glück eine von den zwei andern Möglichkeiten zutrifft: dass man es nämlich entweder durch göttliche Inspiration erlangt, wie die verzückten, gottergriffenen und begeisterten Menschen, oder durch Zufall. Denn viele Menschen meinen, Glückseligkeit und Glückhaben sei dasselbe.

(Aristoteles, 384-322 v.Chr., griechischer Philosoph)

Reife

Dort, wo unser Leben in seinem Sommer angekommen ist, brauchen wir mehr Zeit. Wie die Frucht, die noch alle Wärme und Liebe aufsaugt, um zur endgültigen Reife zu gelangen, und Geduld braucht bis zur Ernte. Aus der Reife von Morgen können wir noch nichts lernen, aber aus der Ernte von gestern und der Früchte der Jahre.

(© Monika Minder)

Wenn Freundschaft reif wird

Acht Jahre mussten wir beeinander sein, uns gleichgültig sein. Jetzt sind wir getrennt und werden uns wichtig. Wer von uns beiden hätte auch nur von Ferne die verborgenen Fäden geahnt, die uns einmal so fest aneinander zwingen sollten und ewig.

Aber vielleicht war eben dieses beiderseitige Ausweichen das Werk einer weiseren Vorsicht. Wir sollten uns erst kennen, wenn wir beide verdienten, gekannt zu sein.

Beide noch unvollkommen, hätten wir zu früh und zu viele Schwächen an uns beobachtet und wären nie füreinander erwärmt worden.

(Friedrich Schiller, 1759-1805, deutscher Philosoph, Dichter)

> mehr Lebensweisheiten zur Freundschaft

Was ist Weisheit

Weisheit ist...

... letzlich nichts anderes als das Mass unseres Geistes.

(Augustinus, 354-430, römischer Philosoph; über das Glück)

Glücklich sein

Niemand kann begehren glücklich zu sein, gut zu handeln und gut zu leben, ohne dass er zugleich begehrt, zu sein, zu handeln und zu leben, das heisst wirklich zu existieren.

(Baruch de Spinoza, 1632-1677, niederländischer Philosoph)

und Bloch meint...

Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden wir erst.

(Ernst Bloch 1885-1977, deutscher Philosoph)

Weitere Lebensweisheiten

Sicherheit und Würde

Das Leben gewinnt an Sicherheit und Würde, wenn man es mit dem weiten Blick auf die Vergangenheit betrachtet.

(Annie Besant, 1847-1933, britische Theosophin, Schriftstellerin)

Die alleredelste Freude der Sinne

Die alleredelste Freude der Sinne und der allerheiligste Friede des Herzens und die allerminniglichste Gestalt der Werke kommen davon, dass der Mensch wahrhaft ist in all seinem Tun.

(Mechthild von Magedeburg, 1207-1282, bedeutende Mystikerin)

Die Nützlichkeit des Lebens

Die Nützlichkeit des Lebens liegt nicht in seiner Länge, sondern in seiner Anwendung.

(Michel de Montaigne, 1533-1592, französischer Philosoph, Politiker)

Wissen wer man ist

Der Mensch muss wissen, wer er war, bevor er zur Erkenntnis dessen kommt, was er ist.

(Helena P. Blavatsky, 1831-1891, deutsch-russische Schriftstellerin)

Logische Schneisen

Der Begriff Bewusstsein eröffnet eine logische Dimension, einen logischen Raum. Er ist kein empirischer Begriff wie Baum, Pferd, Mensch oder Gehirn – sondern der Grund und die Voraussetzung dafür, dass wir über empirische Begriffe dieser Art verfügen.

Das Gehirn weist empirische Messwerte auf, es ist so und so groß, so und so schwer, hat so und so viele Neuronen etc. Das Bewusstsein ist weder groß noch klein, weder leicht noch schwer, es besteht auch nicht aus Teilen. Das Bewusstsein ist die logische Dimension, innerhalb deren es möglich ist, von Gegenständen und Sachverhalten in der räumlich und zeitlich geordneten Welt zu sprechen.

Es ist also Unsinn zu fragen, wie eine Welt ohne Bewusstsein aussähe, eine Welt ohne das Vorkommen von menschenähnlichen Wesen, die sich ihrer und der Tatsachen der Welt bewusst sind, oder eine Welt mit menschenähnlichen Zombies, die sich ihrer und der Tatsachen der Welt nicht bewusst sind.

Der Begriff Bewusstsein eröffnet einen logischen Raum – aber dieser hat nicht wie ein Zimmer ein Außen und Innen, in ihm befinden sich nicht wie in einem Zimmer diese und jene Gegenstände. Das Gehirn freilich kannst du von außen betrachten, und es befindet sich im Raum des Schädels.

Es ist wie mit der Sprache: Willst du etwas über die Sprache herausfinden, musst du dich ihrer bedienen, musst du sprechen. Also sind Untersuchungen und Betrachtungen über das Bewusstsein und die Sprache – nennen wir sie halt Philosophie – keine empirischen Untersuchungen und Betrachtungen – wie die chemische Untersuchung des Wassers, die in seiner chemischen Analyse resultiert. – Hier gerätst du notwendigerweise ins Stocken und Stottern oder bist genötigt, zu sprachlichen Verrenkungen und Zwitterbildungen zu greifen, wie wenn du sagst, das Bewusstsein sei autonom, sorge für sich selbst oder setze sich selbst voraus oder die Sprache sei autonom, sorge für sich selbst und setze sich selbst voraus.

Du weißt wohl oder in etwa, wie es sein mag, wenn du aufgrund der Einnahme einer sogenannten bewusstseinsverändernden Droge oder einer unzureichenden Ausschüttung von Transmittern und anderen Botenstoffen im Gehirn von normalen Bewusstseinszuständen mehr oder weniger gravierend abweichende Bewusstseinszustände erlebtest – du hörst Stimmen, aber da sind keine Leute, die sprechen, du siehst Gesichter, aber das sind keine Tiere oder Menschen, die sie zeigen. Auch ein unter Drogeneinwirkung delirierendes Bewusstsein, auch ein unter einem akuten psychotischen Anfall leidendes Bewusstsein erfüllt die Bedingungen, die die Anwendung des Begriffs Bewusstsein sinnvoll machen: Du hörst etwas, du siehst etwas. Du sagst: Ich höre etwas, ich sehe etwas. Du würdest – auch nicht im Drogenrauch oder während eines psychotischen Anfalles – sagen: Ich höre etwas, aber es ist nicht wahr, dass ich ein Geräusch, einen Klang, eine Stimme wahrnehme (auch wenn da nichts ist, das die physikalisch korrespondierenden Luftschwingungen verursacht). Du würdest unter den gleichen Bedingungen auch nicht sagen: Ich sehe etwas, aber es ist nicht wahr, dass ich eine Fratze, ein tierisches Gesicht, ein menschliches Gesicht wahrnehme (auch wenn da nichts ist, das die physiklisch korrespondierenden Lichtfrequenzen aussendet).

Die Aussage: "Ich sehe etwas", "Ich höre etwas", kurz: "Ich nehme etwas wahr" bildet die logische Struktur der Welt ab, in der wir leben. Sie enthüllt die Autonomie und Unableitbarkeit der Begriffe Ich (Selbst, Bewusstsein), etwas (Gegenstand, Sachverhalt) und Welt (logischer Raum aller möglichen Gegenstände und Sachverhalte). Sie enthüllt die interne notwendige Relation oder die interne notwendige Polarität der Begriffe Bewusstsein und Welt (als logischer Raum aller möglichen Gegenstände und Sachverhallte).

Der Begriff Bewusstsein ist keine Tatsache der Art, wie wenn du sagst: "Er hat das Bewusstsein verloren." Der Begriff Bewusstsein ist die logische Voraussetzung dafür, dass wir von Tatsachen überhaupt reden können – auch der in jenem Satz ausgedrückten Tatsache.

Das Bewusstsein ist kein Name eines Objekts, sc. des Gehirns. Wie das Verstreichen des Zeigers über dem Zifferblatt einer Uhr den Begriff der Zeit exemplifiziert, aber nicht erklärt, so exemplifiziert dein Erlebnis eines Einkaufs, eines Spaziergangs, eines Rendezvous den Begriff des Bewusstseins, erklärt ihn aber nicht.

Wissenschaftler, die sich anmaßen, das Bewusstsein als logische Dimension "naturalisieren" zu wollen, ähneln Philosophen, die sich damit brüsten, den alten Hut der Vernunft an der Garderobe der Psychiatrie oder des Variété déconstructiviste in Paris abgegeben zu haben. Wie erst die Philosophen, die sich jene Wissenschaftler zum Vorbild nehmen!

Das Wissen, dass du einer Tatsache der Welt und deiner selbst bewusst bist, hat nicht die propositionale Struktur des Wissens, das in der Gleichung 2 x 2 = 4 oder in dem Satz "Der Mond ist der Erdtrabant" ausgedrückt ist.

Umgekehrt: Dass du die Ereignisse der Welt als Sachverhalte und Tatsachen auffasst, die sich in der propositionalen Satzform "Ich meine, dass p" abbilden, ist eine Funktion oder Ableitung des Bewusstseins.

Ähnlich wie der Vorgang des Lesens nicht als Wirkung der von den gedruckten oder geschriebenen Buchstaben ausstrahlenden Lichtfrequenzen auf das Auge, den Sehnerv und das Sehzentrum des Gehirns (neben anderen Hirnarealen) aufgefasst werden kann (Wie könntest du dich denn verlesen oder wie könntest du dann das Gelesene verstehen?) – ebenso wenig kann das Bewusstsein als phänomenale oder epiphänomenale Wirkung der kausalen Vorgänge im Gehirn aufgefasst werden.

Ein Meer, das nirgendwo Grenzen hat und nirgendwo an ein Ufer stößt, ist eigentlich kein Meer. Aber das Bewusstsein und die Sprache haben keine Grenzen – wir können aus der durch das Bewusstsein ursprünglich mitgegebenen Welt nicht fliehen. Auch sterbend verlassen wir nicht die Welt, sondern sie verlässt uns. Wir können nicht aufhören zu reden: Schweigen heißt ja nicht reden, aber wieder reden können. Wir können nur weitersprechen – oder verstummen. Doch wer wirklich verstummt, hat sich nicht der Sprache versagt, sondern die Sprache hat sich ihm versagt.

Das Bewusstsein ist ein logischer Raum, der eine ununterbrochene Skala, ein Kontinuum, unaufhörlich ineinander übergehender Bewusstseinszustände vom Moment größter Zerstreuung und Bewusstseinstrübung bis zum Moment höchster Aufmerksamkeit und Klarheit umfasst. In jedem Moment, dem dunkelsten wie dem hellsten, sind gleichsam alle Momente enthalten. In jedem Moment deines wachen Lebens weißt du mehr oder weniger deutlich um diesen Moment und dass du es bist, der ihn erlebt. Weltbewusstsein und Selbstbewusstsein sind notwendig aufeinander bezogen und ineinander verschachtelt – aber nicht so wie Erlebnisinhalt und Reflexion des Erlebnisinhalts, die wiederum als Erlebnis zweiter Stufe aufgefasst werden kann usw. ad infinitum. Solch ein unendlicher Regress findet hier nicht statt.

(© Detlev Wilhelm Klee, Frankfurt am Main)

Text hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Detlev Wilhelm Klee. Quelle: www.luxautumnalis.de

Lebensweisheiten Sprüche

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Besinnliche und liebevolle Texte für private und geschäftliche Weihnachtsgrüsse und Wünsche zum neuen Jahr. Niveauvolle Gedichte und kurze Sprüche mit hilfreichen Textbeispielen.

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